Metallpanzerwels

Der Gesellige unter den Welsen

Metallpanzerwelse werden gerne in Gesellschaftsbecken gehalten. Die friedlichen Welse werden von vielen Aquarianern auch gerne als Putzfische bezeichnet, da sie oftmals auch Futterreste von anderen Aquarienbewohnern fressen.
Metallpanzerwels ein "Gruppentier"
Metallpanzerwels ein "Gruppentier"

Der Metallpanzerwels ist einer der am häufigsten gehaltenen Panzerwelsarten im Aquarium. Durch sein recht geselliges Zusammenleben mit anderen Fischen, fügt er sich problemlos auch in Gesellschaftsbecken mit großen sandigen Flächen ein. Allgemein kann man den Panzerwels mit fast allen Süßwasserzierfischen halten. Doch es sollte immer beachtet werden, dass auch der Metallpanzerwels über genug freien Schwimmraum, Versteckmöglichkeiten und sandigen Flächen – die er mit seinen Barteln durchwühlen darf – verfügen sollte.

Dabei sollten folgende Dinge beachtet werden:

  • er ist in kleinen Becken ab mindestens 60l (10 Tiere) zu halten
  • ein Überbesatz sollte natürlich grundsätzlich vermieden werden,
  • sehr räuberische Zierfische setzen den Metallpanzerwels unter Stress,
  • aber auch sehr territoriale Barsche die zumeist ruppig sind, sollten in Aquarien mit recht kleinen Kantenmaßen nicht mit dem Metallpanzerwels vergesellschaftet werden,
  • desto größer das Aquarium ist, um so besser für den Panzerwels.

In relativ großen Aquarien kann der Panzerwels zum Beispiel mit Skalaren gehalten werden – solange für den Skalar und den Barsch die entsprechenden Rückzugsorte berücksichtigt werden und auch das Biotop stimmt.

Woher kommt der Metallpanzerwels?

Der lebhafte Metallpanzerwels kommt aus Südamerika. Dort ist er meist in Kolumbien, Venezuela oder auch im "La Plata-Becken" zu hause. Dort lebt er meist in sandiger ufernähe.

Welches Futter benötigt der Metallpanzerwels?

Der mit lateinischem Namen bekannte Corydoras Aeneus kann mit gängigen Futtertabletten gefüttert werden. Doch auch zu Boden sinkendes Flockenfutter wird häufig von Metallpanzerwelsen gefressen. Durch ihre Barteln finden sie auch verstecktes Futter am Bodengrund relativ schnell. Dadurch, dass der Metallpanzerwels gerne mit den Barteln im Boden wühlt, sollte ein abgerundeten nicht scharfkantigen Bodengrund im Becken vorfinden. So können Futterreste bei sehr feinem Sand nicht tief in den Bodengrund eindringen und so von den Panzerwelsen gefunden und gefressen werden. Panzerwelse werden daher allgemein gerne auch als Putzfische bezeichnet, die die Futterreste anderer Aquarienbewohner wegfressen.

 

Metallpanzerwels Zucht

Bei manchen Arten, wie dem Corydoras Aeneus oder auch Panzerwels genannt, sind es pro Befruchtung bis zu 10 Eier und bei anderen wie dem Corydoras Adolfoi und Corydoras Sterbai sind es nur 1-2 Eier. Die Panzerwels-Weibchen suchen nun einen geeigneten Platz zum Ablegen der Eier und verteilen sie im ganzen Becken. Dieses Spiel wiederholt sich nun so oft bis das Panzerwels-Weibchen ihre Eier abgelegt hat. Der Aeneus legt sehr viele kleinere Eier in großen Paketen an Scheiben und unter Pflanzenblättern. Die Panzerwelse der Gattung der Adolfoi und Sterbai legen die viel größeren Eier auch an Scheiben und Blattunterseiten, jedoch nicht im Paket sondern eher einzeln. Manche Blätter gefallen den Panzerwels-Weibchen wohl besonders gut und man findet dort auf der Unterseite oftmals auch mehrere Eier nah beieinander. Im Übrigen ist die Anzahl der Eier beim Sterbai und Adolfoi um vieles kleiner als beim Corydoras-Aeneus. In der aquaristischen Literatur steht bei den Corydoras Adolfoi bis zu 60 Eiern, was wir selber bisher noch nie hatten und beim Corydoras Aeneus steht da was von bis zu 200 Eier. Diese Zahlen kann können wir bisher auch jedoch nicht bestätigen.

 

Nach der Eiablage: Man kann nun die alten Corydoras Panzerwelse aus dem Zuchtbecken nehmen, oder man kann vorsichtig die Eier mit den Fingern heraus nehmen.

 

Wir haben mit der ersten Methode bessere Erfahrungen gemacht. Denn man sich für die zweite Methode entschieden hat, sollte man saubere Hände haben und die Eier von den Scheiben vorsichtig in ein anderes Behältnis übertragen. Da die Panzerwels-Eier am Anfang noch sehr klebrig sind geht das eigentlich sehr einfach. Bei den Paketen des Corydoras Aeneus ist es besser eine Rasierklinge zu benutzen, mit der man sie vorsichtig von den Scheiben löst. Glücklich darf sich der schätzen, dessen Fische sich Pflanzenblätter als Laichplatz ausgesucht haben, da braucht man nur das Blatt abzumachen. Man kann die Eier in kleine Schalen geben die man auf der Oberfläche schwimmen lässt. Ein Stückchen Seemandelbaumblatt sollte der Verpilzung entgegenwirken. Ich selbst setze sie in einen 1,5L. Messbecher mit einem Ausströmerstein und etwas Methylenblau. Nach ca. 4-5 Tagen schlüpfen die kleinen Welse und man braucht sie nicht gleich zu füttern, sondern kann damit warten, bis sie keinen Dottersack mehr haben und richtig schwimmen können.

 

Die Kleinen kann man dann mit Mikrowürmern, frisch geschlüpften Artemia und mit feinstem Trockenfutter füttern. Auf eine Reinhaltung des Wassers und des Bodens ist sehr zu achten, vor allem bei den empfindlicheren Arten wie dem Adolfoi. Ich wechsele mein Wasser im Messbecher mind. 2 Mal am Tag und das sehr, sehr langsam mit einem Luftschlauch. Nach 2 Wochen setze ich die Kleinen dann in ein zehn Liter Becken mit einem Lufthebefilter, aber noch immer keinen Bodengrund. Ein paar kleine Schnecken sollen mir dann ein wenig helfen, das Becken sauber zu halten, aber auf den täglichen Wasserwechsel sollte man trotzdem nicht verzichten. Wenn nun das 10er zu klein wird nehme ich das nächst größere Becken, usw. Die Jungen der verschiedenen Arten wachsen sehr unterschiedlich schnell. Obwohl die kleinen des Aeneus nach dem Schlüpfen viel kleiner sind als die Adolfoi, überholen sie die Adolfoi bereits nach 2-3 Wochen und ziehen dann davon.

 

Besonderheiten der Corydoras/Panzerwelsen

Die Pandas lieben es ihre kleinen Eier einzeln in feines Gespinst zu legen, also so etwas wie Javamoos. Adolfoi, Sterbai und Paleatus legen große Eier einzeln oder in kleinen Stückzahlen auf Blattunterseiten und Scheiben. Aeneus verteilen ihre kleinen Eier in größeren Paketen im ganzen AQ.

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