Aquaristik Algenfresser

Algenfresser im Aquarium – der Platy

Ich kenne es selber: Der Gedanke den jeder hegt beim Aquarium-Kauf. Wohin stelle ich mein Aquarium? Ist Sonne nicht auch gleich ein Indikator für Algen? Genau so ist das! Und ich denke jetzt noch, ob mein Platz in unserer hellen, schönen Wohnung wirklich gut genug ist.

Es ist Freitag Abend und ich schaue in mein Aquarium. Es ist schon fast eine grüne Hölle in die ich da schaue. Es muss wohl daran liegen, dass ich viele Pflanzen habe – Sauerstoff raubende und auch Sauerstoff produzierende Pflanzen. Doch das scheint alles nicht auszureichen. Es siedeln sich mittlerweile auch kleine Pinselalgen und Fadenalgen an den Pflanzen an. Sicherlich kann ich an der Stelle froh sein, dass es nur Fadenalgen sind und mein Aquarium bisher von Blaualgen, Rotalgen aber auch Bartalgen (die hatte ich auch schon) verschont geblieben ist. Denn diese sind richtig hartnäckig und teilweise nur chemisch oder mit viel Mühe durch das Gleichgewicht im Aquarium wieder entfernt werden können.

Da stelle ich mir sicherlich, wie viele von Euch die Frage: Können Fische nicht auch Algenfresser sein?Algenfresser sind gut – wenn diese zum Besatz des Aquariums passen Mit Sicherheit hat mein 300l Becken noch Platz für Algenfresser. Aber ich sollte schon wissen, welche Algenfresser ich mir ins Aquarium hole.

Denn schnell können die falschen Fische das empfindliche Gleichgewicht des Aquariums stören und stressbedingt Krankheiten bilden.

Platy als Algenfresser

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL:

Die bekanntesten und am einfachsten zu halten sind die Platys. Die kleinen lebendgebärenden Fische aus Belize oder Honduras gibt es in vielen Farben und Zuchtformen. Es sind die einfach zu haltenden Fische unter den Algenfressern. Aber ist er wirklich ein reiner Algenfresser? Entgegen der vielen Meinungen die sich im Internet verbreiten, habe ich mir doch am Ende selbst ein Bild von dem Platy machen wollen und habe ihn beobachtet. In seinen Verhaltensweisen und speziell auch zu dem Thema: Algenfresser.

Der Platy selbst ist so gesehen ein Allesfresser. Egal ob Anflugnahrung, Garnelen (Jungtiere) oder aber auch abgestorbene Pflanzenreste. Er frisst nahe zu alles. Selbst Algen wie Bartalgen oder auch Pinselalgen zupft der kleine bunte Platy liebend gern. Diese Beobachtungen habe ich persönlich an Wagtail-Platys, aber auch an normalen Zuchtformen erkennen können.

Für mich der wohl einzige sichtbare Nachteil ist, dass dieser in kleinen Schwärmen ab fünf Tieren gehalten werden muss und sich meist rasch vermehrt. Wer dann noch ein verkrautetes Becken hat muss zwangsweise mit dem Nachwuchs der kleinen Algenfresser leben. Dennoch gilt als Fazit: Er ist kein ausgesprochen herausragender Allesfresser. Das machen sicherlich andere Fische viel besser – die ich euch spätestens nächste Woche vorstellen möchte.

Du findest den Artikel gut? Dann sag es weiter:

Zurück