Das Nano-Aquarium – Unterwasserwelten auf kleinstem Raum

Nano-Aquarien (Nano-Cubes) sind besonders kleine quader- oder würfelförmige Wasserbecken mit Füllvolumina von 10 bis 60 Litern. Der typische Vertreter eines 30-Liter-Nano-Aquariums hat die Kantenlängen 30 x 30 x 35 cm. Wie sein großer Bruder ist es mit versiegelten Seitenscheiben, einer Abdeckscheibe, einem Thermometer, einem Filter und einer Beleuchtung ausgestattet. Am Boden des Beckens befinden sich Kies, Pflanzen und bodenlebende Aquariumbewohner. 

Die Vorteile eines Nano-Aquariums

Aufgrund der geringen Größe sind Anschaffungs- und Unterhaltungskosten bei einem Nano- Aquarium niedriger als bei einem Modell mit durchschnittlichem Füllvolumen. Abhängig von der Größe belaufen sich die Anschaffungskosten auf einen Wert von 50-120 Euro. Die Kosten für Strom und Wasser liegen bei etwa 25 Euro.

Der einfache Aufbau ist ein weiterer Vorteil, der mit der geringen Größe des Beckens einhergeht. Es lässt sich in Wandnischen, auf Anrichten, auf Schreibtischen oder auf ungenutzten Vorsprüngen verstauen. Da es besonders leicht ist, kann es unproblematisch umpositioniert werden. 

 

Weitere positive Aspekte des Nano-Aquariums sind:

  • geringer Pflegeaufwand

  • besserer Überblick über Pflanzen und Tiere im Aquarium

  • große Auswahl an pflegeleichten Garnelen, Schnecken und Flusskrebsen

  • unkomplizierte Platzerweiterung durch ein zweites Nano-Aquarium 

Für wen ist das Nano-Aquarium geeignet?

Vor der Entscheidung für ein Nano-Aquarium sollte man bereits einige Erfahrungen mit Aquarien gesammelt haben. Das kleine System reagiert empfindlicher auf Fütterungs- oder Reinigungsfehler als ein großes Aquarium. Ist die Bedingung erfüllt, kann der Nano-Cube jedem empfohlen werden, der Garnelen, Schnecken und kleinere Zierfische mag. Darüber hinaus ist er für jeden interessant, der eine günstige Alternative zu einem großen Aquarium sucht. Mit geringem Aufwand lassen sich farbenfrohe Unterwasserwelten auf Schreibtischen, Anrichten und Wandvorsprüngen zusammenstellen. 

Für welche Unterwassertiere sind Nano-Aquarien geeignet?

  1. Zu den verbreitetsten Bewohnern kleiner Aquarien zählen Süßwassergarnelen. Sie vertragen sich in größeren Gruppen gut, sind aktiv und erfüllen das Wasser mit ihrer Farbenvielfalt. Indem sie Algen fressen, tragen sie zudem zur Reinigung des Aquariums bei. Beliebte Garnelenarten sind:

Wie Garnelen eignet sich eine Reihe von Schnecken zur Besiedlung. Besonders beliebt sind

Posthorn- und Geweihschnecken. In Nano-Aquarien bis zu einem Füllvolumen von 25 Litern sollten maximal 2 Arten vergesellschaftet werden. Bei 35-Liter-Aquarien können es bis zu drei Arten sein. Wichtig ist, dass sich die Tiere auf unterschiedlichen Ebenen ausweichen können. 

Darauf ist bei der Nutzung eines Nano-Aquariums zu achten

Ebenso ist sicherzustellen, dass das Aquarium nicht zu klein ist. Für die Haltung mehrerer Garnelen sollte es wenigstens 20 Liter Wasser enthalten. Dabei gilt der Grundsatz: 1 Liter Wasser pro Zentimeter Tier. Ungeachtet dieses Richtwerts sollten in Aquarien mit weniger als 12 Litern nicht einmal mehr Einzeltiere gehalten werden. Auch in größeren Nano-Aquarien sollte auf revierbildende Tiere verzichtet werden. Durch fehlende Ausweichmöglichkeiten treiben stärkere Tiere die schwächeren in den Stresstod. Die Verträglichkeit der Tiere untereinander ist vor dem Kauf sicherzustellen.

Fazit

Nano-Aquarien sind allen Freunden von Garnelen, Schnecken und Kleinfischen zu empfehlen, die Aquarien mögen, aber die hohen Kosten und den Pflegeaufwand scheuen. Über Grunderfahrungen mit den ökologischen Zusammenhängen unter Wasser sollte der Besitzer in jedem Fall verfügen.