Perlhuhnbärbling - Danio margaritatus

von David Odenthal

Was ist der Perlhuhnbärbling für ein Fisch?

Der Perlhunbärbling gehört zu den Fischen der Bärblinge und ist wie viele dieser Art recht kleinbleibend. Durch sein besonderes Farbenkleid fällt er nahezu in jedem Aquarium ab 30l auf. Und erst in einem größeren Schwarm verliert er seine doch sehr schüchterne Art und traut sich auch aus dem Dickicht, in dem er sonst verweilt und schüchtern und quirlig umherschwimmt.

Meine erste Begegnung mit dem Perlhuhnbärbling hatte ich durch eines der vielen YoutubeVideos gefolgt von einigen Fischen im Verkaufsraum eines Zoofachhhandels. Dort wurde der Fisch als einfach zu Halten ausgegeben. In laufe der vielen Jahre der Haltung habe ich den Fisch lieben gelernt aber auch gleichzeitig festgestellt, dass dieser Fisch eigentlich pflegeleicht ist und auch mal kleinere PH Peak verzeiht aber bei zu viel Geselligkeit eine Artenkrankheit bekommt, die sich wirklich nur dann im eigenen Stamm ausbreitet.

Worin unterscheidet man Männchen und Weibchen?

Das Männchen hat ein sehr ausgeprägtes Farbkleid. Dorsale, Schwanzflosse sowie Bauch- und Afterflosse sind rot bzw. Rot mit schwarzen kleinen Streifen. Der Fischkörper hingegen ist grau-bläulich schimmernd und hat kleine gelbe Pünktchen.

Genau hier sind die Unterschiede zum Weibchen, was hingegen ein Leopardenmuster vorweist worin die gelben Pünktchen miteinander verschwimmen und ein sehr tolles Muster aufzeigen. Es schimmert sozusagen „gelb“. Das Perlhuhnweibchen hat eher eine rot-orangene Dorsale und Schwanzflosse. Die Bauchflosse schimmert nur ganz leicht orange und ist fast durchsichtig.

Das besondere Verhalten ist das Balzverhalten

Täglich überrascht mich der Perlhunbärbling auf ein neues. Anfangs ist er scheu und bleibt im Schwarm. Versteckt sich gerne im unteren Dickicht eines für gewöhnlich dicht bepflanzen Aquarium. Dort bleibt er, es sei denn es gibt Futter. Dann huscht der Perlhunbärbling zu den gern gefressenen roten Mückenlarven (mit dem ich auch den Zuchterfolg einfahre).

Sobald das Balzverhalten beginnt, tanzen die Männchen im Kreis zueinander - fast zitternd. Sie verharren in dieser Balzposition recht lange, bis ein Weibchen vorbeischwimmt. Exakt dieses Gehabe gibt den Tieren Selbstvertrauen. Bei viel Ruhe und wenig Stress lichtet sich die Scheue und es beginnt die Neugier. Mit jedem Tag mehr, erforscht der kleine Perlhunbärbling sein Habitat und betrachtet sogar fremde Zierfische, schwimmt ihnen hinterher. Erst wenn er seine Neugier komplett verliert, ist es ein wunderbarer und auch vorallendingen geselliger Fisch.

Da der Danio margaritatus aus recht kühlen und basischen Gewässern stammt, kann er problemlos bei Zimmertemperatur um 19°C gehalten werden. Die Wasserwerte variieren von einer Gesamthärte zwischen 5-20° dH, einer KH von 3-20° dKH und einem pH-Wert zwischen 7-7,5. Der Bodengrund spielt für ihn eine eher untergeordnete Rolle, allerdings sollte sein neues Zuhause mit Wurzeln und Steinen, sowie Moosen bestückt sein, in das sich vor allem die Weibchen nach der Balz zurückziehen.

Perlhunbärbling in Gesellschaft gut!

Während der gesamten Zeit der Haltung ist mir aufgefallen, dass der Fisch besonders bei anderen Zierfischen mit einem ähnlichen Schwarm verhalten Anschluss sucht. Auch das hilft ihm, seine scheu zu verlieren. Die Fische sollten allerdings nicht so groß sein und bestenfalls aus dem gleichen Habitat stammen.

Zuchtbericht des Perlhuhbärblings Danio margaritatus

Wie bereits oben beschrieben, Balzen zwei Männchen meist über Java Moos um anschließend ein vorbei schwimmendes Weibchen beglücken zu können. Das Weibchen legt die Eier ganz zart auf das Java Moos, anschließend schwimmt bestäubt das Männchen den Fisch-Laich. Damit die Zucht nun erfolgreich ist, sollte das Javamoos auf einer Laichfalle liegen. Hierzu empfehlen sich gereinigte Marmeladengläser mit abgedeckten Orangennetz, sodass die Eier durch das Javamoos in das Glas fallen.

Zu keiner Zeit dürfen die Eier aus dem Wasser genommen werden. Sie sollten im Wasser in ein Nachzuchtbehälter überführt werden. Nach dem Schlupf können die kleinen Racker mittels Infusorien oder Protogen angefüttert werden. Später nehmen sie auch ganz feines Trockenfutter.

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