Phytoplankton

Was ist Phytoplankton?

Aquarianer, die die sich mit Aufzucht und Haltung von Korallen beschäftigen, kommen um Phytoplankton nicht herum. Phytoplankton sind einzellige Kleinstlebewesen, die den Anfang der Nahrungskette bei den Meeresbewohnern bilden. Die umhertreibenden Mikroorganismen sind für die Entwicklung der meisten Meerestiere von entscheidender Bedeutung. 

Wozu wird Phytoplankton in der Aquaristik benötigt?

 Für verschiedene Korallenarten, aber auch für Schwämme, Muscheln und Krustenanemonen, um nur einige zu nennen, ist Phytoplankton überlebenswichtig. Denn Phytoplankton bildet einige ganz wichtige Nährstoffe, allen voran die Lipoide, besser bekannt als Omega-3-Fettsäuren. Ohne diesen Nährstoff hätten die meisten Fische und fast alle weiteren Lebewesen der Meere Mangelerscheinungen.
 
Wer im Zoofachgeschäft die Angel nach unterschiedlichen Riffbewohnern auswirft, sollte ebenso Phytoplankton auf dem Einkaufszettel haben. Und zwar lebendes Phytoplankton. Das allerdings in den wenigsten Fällen im Aquarienfutter enthalten ist. Trockenes Phytoplankton aus dem Zoofachhandel hat längst nicht die Fülle an Nährstoffen wie frisch gezogenes. Die wichtige Nahrungsquelle kann der Aquarienfreund jedoch selber züchten.

Phytoplankton selber züchten – so geht’s

Das Anlegen einer entsprechenden Kultur ist unkompliziert, wenig zeitaufwändig und auch gar nicht teuer. Ein wichtiger Indikator ist die Zelldichte, die einen Wert von 1.000 Zellen je Milliliter Wasser nicht unterschreiten sollte. Höhere Konzentrationen bis hin zu 10.000 Zellen je Milliliter bedeuten auch größeren Nutzen.
 
Der erste Ansatz wird dabei mit fünf Litern Meerwasser vermischt, dies kann auch in einem Eimer geschehen. In der Regel reicht unser Leitungswasser, dem etwas Meersalz hinzugefügt wird. Eine Salinität mit einer Dichte von 1,022 bis 1,024 ist für die Züchtung größerer Planktonzellen optimal. Die Zugabe weniger Tropfen einer Nährstofflösung und künstliches Licht sorgen für Wachstum. Allein schon daran zu erkennen, dass das anfangs hellgrüne Wasser ins dunkelgrün übergeht.
 
Zur weiteren Züchtung kann nach etwa einer Woche dieselbe Wassermenge hinzugenommen werden. Auch wer sich neu mit der Thematik beschäftigt und plant, ein Aquarium zu kaufen, wird schnell herausfinden, wann der richtige Zeitpunkt zum Nachdüngen ist. Nur alle acht Wochen muss das Aquarium oder das Behältnis, in dem gezüchtet wird, gereinigt werden.
 
Fazit
Phytoplankton ist ein wichtiger Nährstofflieferant für die meisten Lebewesen im Meer. In heimischen Aquarien allerdings ist er eher selten zu finden. Dabei ist seine Aufzucht einfach, schnell und preiswert.
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