Artemia

Die auch als Salzwasser- oder Salinenkrebse bekannten Artemia sind schalenlose Tiere aus der Ordnung der Kiemenfüßer. Sie sind in Binnensalzgewässern beheimatet, fressen Algen und Bakterien. Aufgrund ihres besonderen Lebenszyklus' sind sie ein beliebtes Futter im Aquarium eines jeden Fischbesitzers. Wenn sie sich in salzhaltigem Wasser aufhalten, reifen die Tiere zu Adulten heran, pflanzen sich fort und legen Eier. Solange diese Eier nicht mit Wasser in Berührung kommen, schlüpfen die Jungtiere auch nicht. Dadurch lässt sich das Futter bis zu einem Jahr lang lagern.

 

Weshalb ist die Nutzung von Artemia sinnvoll?

Gute Trockenfutter enthalten 30-50 verschiedene Inhaltsstoffe. Damit lässt sich der Bedarf der meisten Aquarienbewohner decken. Manche Fischarten sind jedoch anspruchsvoller oder sie bevorzugen Lebendfutter. In diesem Fall sind die beweglichen Nauplien bestens geeignet. Mit ihren 0,5 mm sind sie so klein, dass sie auch von gerade geschlüpften Jungtieren gut gefressen werden können. Direkt nach dem Schlüpfen haben die Nauplien den höchsten Nährwert. Sie enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und Proteine. Das macht sie auch bei Garnelen beliebt.

 

Die richtige Kultivierung von Artemia

Nach dem Kauf gibt man die getrockneten Artemia-Eier in Salzwasser. Am besten nutzt man 1-2prozentiges jodfreies Kochsalz. Trennmittel sollten nicht enthalten sein, da diese sich lösen und die Poren der Nauplien verstopfen. Im anschließenden 24-48 Stunden andauernden Schlüpfvorgang werden sie im Wasser ständig belüftet. Es ist wichtig, dass die Temperatur während dieser Zeit nicht weniger als 25°C beträgt. Der Schlüpfvorgang wird sonst verlangsamt. Danach schüttet man sie in Salzwasser durch ein feines Sieb und verfüttert sie an Fische und Garnelen. Beachten Sie, dass 1g Eier bis zu 150.000 Nauplien hervorbringt.

 

Zur optimalen Kultivierung nutzt man folgende Hilfsmittel: 

  • Brutschale: verfügt über markierte Auffüllbereiche und ein praktisches Trennsystem
  • Kulturgerät: Flasche mit Luftzuleitung und -ableitung für ideale Belüftung der Nauplien.
  • Inkubator: auf dem Kopf stehende Plastikflasche, die von unten belüftet wird. Nauplien und Schalen werden optimal getrennt.
  • Hierneben fehlen dann nur noch die Artemia Eier oder aber eine Artemia Fertigmischung, welche bereits die optimale Salzmischung enthält.

 

Die Vorteile von Artemia

Aufgrund ihrer besonderen Entwicklungseigenschaften haben Artemia eine Reihe von Vorteilen für den Aquarianer: 
  • Sie sind leicht zu kultivieren.
  • In trockenem Zustand lassen sie sich wenigstens ein Jahr lang lagern.
  • Frische Nauplien haben einen sehr hohen Nährstoffgehalt.
  • Sie sind ideal für Fische, die auf Lebendfutter angewiesen sind.

 

Fazit

Artemia sind eine günstige und lange Zeit haltbare Möglichkeit zur Lebendfütterung von Fischen und Garnelen. Aufgrund ihrer geringen Größe sind sie besonders gut für kleine Aquarienbewohner und zur Aufzucht geeignet. Für größere Tiere ist der Nährstoffgehalt jedoch zu gering.

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