Schwertträger

Die Wildform des Grünen Schwertträgers Xiphophorus helleri ist ein helles gelb-grün mit dünnen Mittelstreifen in Rot und Hellgrün entlang der Seitenlinie.  Seine Heimat liegt im südlichen Mexiko, Guatemala und Honduras.  Neben dem Grünen Schwertträger gibt es in Mittelamerika einige weitere Arten wie den Zwergschwertträger oder der Montezuma-Schwertträger, die in den Zoogeschäften aber nur selten angeboten werden.

Allgemein

Der Grüne Schwertträger ist meist nicht mehr grün. Im Zoogeschäft sieht man meist rot gefärbte Zuchtformen, neben dem Roten Schwertträge, die Berliner Kreuzung, die Hamburger Kreuzung oder auch den Wagtail-Schwertträger mit schwarzen Schwanzflossen, in den der Platy Xiphophorus maculatus eingekreuzt wurde. Fahnenträger sind Schwertträger, mit einer fahnenartig verlängerten Rückenflosse. Bei den Männchen ist der untere Teil der Schwanzflosse schwertartig ausgezogen und von einem schwarzen Rand eingefasst. Außerhalb haben sie ein Gonopodium, das ähnlich wie beim Guppy zur Befruchtung nach vorne ausgeklappt werden kann. Das Weibchen wird mit bis zu 12cm Körperlänge größer als das Männchen (ohne die schwertförmige ausgezogene Schwanzflosse). Es kann seinen dunklen Trächtigkeitsfleck verlieren und sich allmählich zum zeugungsfähigen Männchen mitsamt Schwert und Gonopodium umwandeln. Schwertträger-Männchen dagegen bleiben immer männlich.

Was ist bei der Haltung zu beachten?

Schwertträger sind leicht zu pflegende und ausdauernde Anfängerfische, die man auch gut im Gesellschaftsbecken halten kann – allerdings nicht mit Platys, mit denen sie sich kreuzen und Bastarde bilden können. An die Wasserbeschaffenheit stellen Schwertträger keine hohe Ansprüche: Die Wassertemperatur sollte zwischen 20 und 25oC liegen, das Wasser sollte  mittelhart bis hart (10 bis 30odGH) sein und der pH zwischen 7 und 8,3 liegen. Eine gute Filterung und Belüftung mit einer konstanten Strömung fördert die Gesundheit der Fische. Sie brauchen viel freien Schwimmraum, aber auch einige größere Steine, Pflanzenbüschel und einzelne größere Schwimmpflanzen wie die Muschelblume oder der Sumatrafarn, zwischen denen sie Schutz suchen können.

Ernährung

Schwerträger sind Allesfresser, die aber wie die meisten anderen Vertreter der Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Fam. Poecilidiae) ihr Futter von der Wasseroberfläche schnappen oder in den oberen Wasserschichten  nach Nahrung suchen. Deshalb bietet man ihnen neben schwimmfähigem Trockenfutter, gefriergetrockneten Futtertiere und Frostfutter Wasserflöhe und anderes größeres Zooplankton an. 

Zucht

Das Schwertträgerweibchen legt ähnlich wie die Weibchen von Guppy und Molly keine Eier, sondern bekommt lebende Junge, die nach der Geburt bereits voll entwickelt und mehrere mm groß sind. Sie haben keinen Dottersackstadium wie Fischlarven anderer Aquarienfische, sondern schwimmen sofort umher auf der Suche nach Futtersuche. Das Schwertträgerweibchen stellt seinen Jungen nach, daher setzt man es kurz vor der Geburt in ein separates Becken mit einem Laichrost und entfernt  es unmittelbar nach der Geburt aus diesem Aquarium wieder. Gut ernähret, ausgewachsene Weibchen können pro Wurf bis zu 80 Jungfische bekommen. 

Wie versorgt man die Jungtiere?

Die Jungfische werden zunächst mit feinem Staubfutter gefüttert, später geht man zu größeren Futterteilen über. Dabei sollte von Anfang auch ein hoher Anteil an Algen in der Nahrung nicht fehlen. Dann zeigen diese Schwertträger später besonders intensive Farben und wachsen schneller bis zur Maximalgröße heran.

Du findest den Artikel gut? Dann sag es weiter:

Zurück