Ein Garnelenaquarium einrichten

Zwerggarnelen sind Wirbellose die unbedingt in Gruppen von mindestens 10 Tieren gehalten werden müssen und auch in kleineren Aquarien gehalten werden können, soviel ist vielen Aquarianern bekannt. Allerdings haben die kleinen Wirbellose viel mehr Ansprüche an die Haltung und ihren Lebensraum - das Aquarium. 

In dem folgenden Artikel werden wir erläutern was bei der Einrichtung eines Aquariums für Garnelen und Zwerggarnelen beachtet werden muss um die Ansprüche dieser Wirbellosen zu erfüllen und die Tiere artgerecht halten zu können. Zuerst wird der Bodengrund betrachtet und erläutert welche Art für die Garnelen am besten geeignet ist. Dann werden die Filterarten daraufhin untersucht wie geeignet sie für ein Garnelenaquarium sind. Eine Unterstützung bei der Auswahl von  Aquarienpflanzen für das Aquarium mit Garnelen rundet den Artikel ab.

Bodengrund im Garnelenaquarium

Schaut man sich im Aquaristikfachgeschäft um so kann man schnell die unterschiedlichsten Bodengründe für das Aquarium finden. Prinzipiell unterscheidet man dabei zwischen Aquariensand - also sehr feinkörnigem Material - und Aquarienkies - Bodengrund mit grober Körnung. Zudem stehen noch die verschiedensten Färbungen zur Auswahl. Welchen Bodengrund soll man nun wählen?


Für den Garnelenhalter ist meist ein Aquariensand in eher dunklen Farben geeignet. Ein Aquariensand bietet im Gegensatz zum Aquarienkies den Vorteil das Reste vom Garnelenfutter nicht zwischen die gröberen Steine fallen und dort verrotten. Die Futterreste bleiben an der Oberfläche liegen und werden meist schon nach kurzer Zeit von den Garnelen gefressen. Dunkle Farben werden von den meisten Garnelenzüchtern bevorzugt da Garnelen, die auf dunklem Bodengrund gehalten werden, eine intensivere Färbung ausbilden.

Filterung im Garnelenaquarium

Zur Filterung eines Aquariums stehen die unterschiedlichsten Filterarten zur Wahl. Neben dem klassischen Innenfilter und dem Außenfilter wird auch häufig der Hamburger Mattenfilter für kleinere Aquarien empfohlen. Wenn man sich die Ansprüche der Garnelen genauer ansieht, stellt man fest dass die meisten Arten sehr sauberes Wasser benötigen, das Aquarienwasser daher durch einen sehr wirkungsvollen Filter gesäubert werden sollte. Beim Blick auf die Filterleistung kann der Hamburger Mattenfilter durch seine große Filterfläche und die langsamen Durchflussgeschwindigkeiten die wohl höchste Filterleistung bereitstellen. 

Der Nachwuchs der Garnelen ist in der Regel nur mehrere Millimeter groß, daher besteht die Gefahr dass die Junggarnelen in den Filter gesaugt werden und durch das Flügelrad getötet werden. Wird ein Innenfilter oder ein Außenfilter verwendet, dann muss die Ansaugöffnung bzw. das Ansaugrohr durch einen Damenstrumpf oder ein Stück Filterschwamm gesichert werden sodass die Junggarnelen nicht angesaugt werden können. Leider muss dieser Schutz recht häufig gereinigt werden, daher kann für ein Garnelenaquarium ein Hamburger Mattenfilter empfohlen werden. Bei diesem Filter beträgt die Standzeit nicht selten über ein Jahr. 

Aquarienpflanzen für Garnelen

Die meisten Garnelenarten lieben Pflanzen und stammen aus pflanzenreichen Tümpeln und Seen. Sie nutzen Aquarienpflanzen als Verstecke, Nahrungsquelle und zum Abweiden ihrer Blätter. Bei der Auswahl der Pflanzen sollten robuste Aquarienpflanzen ausgewählt werden. Somit wird sichergestellt dass auch in Aquarien, in denen kein Pflanzendünger verwendet wird, auch ein Pflanzenwachstum vorhanden ist. Häufig sind kleinere Aquarium mit einer eher schwächeren Beleuchtung ausgestattet sodass kleine Aquarienpflanzen mit einem besonders hohen Lichtbedarf gewählt werden sollen. Als sehr positiv hat sich die Kombination von schnellwachsenden Schwimmpflanzen wie Muschelblumen oder Froschbiss mit einer Moosart wie Javamoos herausgestellt. Die Schwimmpflanzen entziehen dem Wasser Nitrat und Phosphat und sorgen dadurch für die Verbesserung der Wasserqualität und das Moos wird von den Garnelen sehr gerne als Aufenthaltsort und als Versteck aufgesucht. 
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